Der Stromspartag: Minus 12 Prozent – ein toller Erfolg der Energiemangerinnen und Energiemanager

Der Stromspartag am 14. Dezember war in diesem Schuljahr ganz besonders erfolgreich. Mit Unterstützung der Energiemanagerinnen und Energiemanager konnte gezeigt werden, dass durch sinnvolles Ausschalten von Licht, Beamern und Computern der klimaschädliche CO2-Ausstoß merklich verringert werden kann. Gegenüber einem Vergleichstag wurden am Stromspartag 148 kWh weniger Strom verbraucht (1130 kWh statt 1278 kWh). Das entspricht einer Ersparnis von 12 Prozent elektrischer Energie. Umgerechnet in CO2 wurde die Atmosphäre dabei um 82 kg Kohlenstoffdioxid entlastet.
Als Dankeschön für das Engagement setzt dafür der Klimaschutzverein jedes Jahr eine Prämie von 2 € pro eingespartem Kilogramm CO2 aus, um zu veranschaulichen, dass die ausgestossene Menge von Kohlenstoffdioxid die „Währung“ ist, die zu der Erwärmung des Erdklimas führen. Diese Prämie betrug in diesem Jahr 164 € und wurde für Bücher ausgegeben.
Die Energiemanagerinnen und Energiemanager erstellten dazu eine Liste mit Wunschbüchern ihrer jeweiligen Klassen. Die Bücher wurden dann am Montag, den 23.01.2017, übergeben. Ein besonderer Dank geht an Frau Niedermayr-Urban für den Einkauf der Bücher und die hervorragende Betreuung unserer großen, vielfältigen Schülerbibliothek.
Wer auch zu Hause Einsparungsmöglichkeiten für Energie finden will, kann sich bei Herrn Schnellbögl in der Physik ein Energiemessgerät für eine Woche ausleihen und zu Hause den Stromverbrauch von Computer, Kühlschrank und Co. ermitteln.

Image
Die Energiemanager mit den Bücherprämien für den Stromspartag



Die Energieagentur Regensburg e.V. am Gymnasium Neutraubling

Wie junge Menschen Energiesparen lernen - Schülerinnen und Schüler an Landkreisschulen machen sich mit der Energieagentur auf die Suche nach Einsparpotenzialen. Landrätin Tanja Schweiger übertrug diese Umweltaufgabe an die Energieagentur Regensburg e.V.
Sie wurde heuer bereits zum dritten Mal an unserer Schule umgesetzt. Auch an allen anderen Schulen, für die der Landkreis Regensburg Sachaufwandsträger ist, wird dieses Programm durchgeführt.
Ziel ist es dabei, die Nachhaltigkeit und Beschäftigung jeder Schülerin und jedes Schülers mit diesem Thema zu sichern. Die Vorräte an fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas sind endlich. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe lässt die Temperaturen weltweit steigen mit absehbaren Folgen: „Diesen Entwicklungen stehen wir jedoch nicht chancenlos gegenüber“, ist Petra Grimm, die die Landkreisschulen als Koordinatorin begleitet, überzeugt: Wir können durch Energieeffizienzsteigerung, Energieeinsparung und den Ausbau der Erneuerbaren Energien und nicht zuletzt durch unser eigenes Verhalten gegensteuern.“
Herr Johannes Zange, Bildungsreferent der Energieagentur, führte dazu in jeder 5. Klasse des Gymnasiums im Februar eine Unterrichtseinheit zum Thema „Bewusstseinsbildung zur Energieeinsparung“ durch Neben einer Informationseinheit zum Thema Klimaerwärmung gab es auch Gelegenheiten für die Schülerinnen und Schüler selbst zu erfahren, wie Energie in der Schule, aber auch zu Hause eingespart werden kann.


Förderprojekte der Klaus-Berger-Stiftung am Gymnasium Neutraubling

Aus den Erträgen der Photovoltaikanlagen des Klimaschutzvereins wird jährlich ein Umweltprojekt in den vom Klimawandel besonders betroffenen Regionen gefördert. Dabei werden wechselnde Partner gesucht, die in den Ländern gut verwurzelt sind. Sie stellen ihre Projekte in der Schule im Rahmen einer Präsentation vor.

Das Förderprojekt 2016 war der Hilfsfonds Burkina Faso e.V., ein Verein der viele Schulen in dem Land errichtet hat und nun für diese Schulen nun Photovoltaikanlagen installiert:
Elektrischer Strom und Licht sind für uns eine Selbstverständlichkeit, wir können uns ein Leben ohne „Strom“ gar nicht mehr vorstellen.
Ganz anders ist dies in ländlichen Gegenden im westafrikanischen Land Burkina Faso. Nach Sonnenuntergang sind viele Menschen hier immer noch auf rußende Petroleumlampen angewiesen.
Photovoltaikanlagen können hier für eine deutliche Verbesserung sorgen und eine Beleuchtung am Abend sicherstellen. Frau Katharina Schipulle stellt das Land Burkina Faso und die Arbeit Ihres Vereins in der Mensa am Gymnasium Neutraubling vor. Die Klaus Berger Stiftung unterstützt diese Arbeit mit einem Betrag von 3000€ als Förderprojekt 2016.
Zusammen mit anderen Mitteln baute der Hilfsfonds Burkina Faso im Jahr 2016 drei Solaranlagen für die Schulen in Dapoya, Sassa und Villy

Image
Frau Katharina Schipulle stellt das Land Burkina Faso in Landestracht vor


Im aktuellen Schuljahr hat sich erneut die Kinderhilfe Senegal e.V. für das Förderprojekt 2017 erfolgreich beworben. Dieser Verein ist schon lange Jahre im Senegal tätig und hat dort zuletzt eine Schule für Erneuerbare Energie aufgebaut. Für die mehr als 600.000€ Gesamtinvestition im Land sind nur 2% Verwaltungskosten angefallen. Die Klaus-Berger-Stiftung hat bereits im Jahr 2013 ein Projekt unterstützt. Als Schüler des Gymnasiums Neutraubling hat Florian Kammermeier einen Zeitungsartikel dazu erstellt, und sich nach seinem Abitur selbst in der Kinderhilfe Senegal engagiert.
Er war im März 2017 auf einer Studien-und Projektreise im Senegal und präsentierte das Land und das neue Projekt in zwei Vorträgen am Gymnasium Neutraubling. Es wird eine Landwirtschaftsschule in Souda im Senegal aufgebaut. Die Schule in einem abgelegenen Gebiet soll mit regenerativem Solarstrom versorgt werden. In der Landwirtschaftsschule sollen Einheimische u.a. effizientere Anbau- und Bewässerungsmethoden lernen, die den sich verändernden klimatischen Bedingungen Rechnung tragen.

Image
Eine Schule für Landwirtschaft und Gartenbau soll im Senegal errichtet werden.



Andreas Schnellbögl und Wolfgang Göttler